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Archive for Oktober 2014

fast märchenhaft

Schon wieder hast Du heute Gelegenheit,
mit Bedacht Deine Worte zu wählen.

Damit machst Du Dir ein großes Geschenk.

Selbst spirituell ausgerichtete Menschen üben das ein Leben lang!

Ja, es gibt viele Fallen, in die Du reintapsen kannst.
Manchmal „verführen“ Dich Gesprächspartner dazu,
manchmal entlockt Dir ein unliebsames Ereignis unbedachte Äußerungen.
Du beklagst Dich dann oder verurteilst das Geschehen.
Du sagst Dinge, die Du gar nicht in Dein Leben holen willst.

„Ich wähle meine Worte mit Bedacht“
ist ein großartiges Versprechen.

Wenn ich mir das auf die Fahne, oder hinter die Ohren schreibe,
wenn ich es mir zur Herzenssache mache,
werde ich vielleicht weniger reden,
dafür werden es Worte sein,
die ich mit gutem Gefühl wirken lassen kann.

PS. Ich wünsche Dir einen mit bedachtsamen Worten gesegneten Tag.

 

Alles Liebe

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Ein stolzer Krieger fühlte sich in der Gegenwart eines Meisters,
den er besuchte, plötzlich richtig klein und unbedeutend.
Er kam sich vor wie ein Nichts und das beunruhigte ihn sehr.
Angst stieg in ihm auf, und er befragte den Meister
nach dem Grund dieser unerklärlichen Gefühle.
Der Meister vertröstete ihn auf später und fuhr fort,
die Fragen seiner Besucher zu beantworten.

Abends, als alle weg waren, ging er mit dem Krieger nach draußen.
Im sanften Licht des Vollmondes konnten sie zwei Bäume stehen sehen.
Der Eine ragte hoch hinauf in den Himmel und der Andere
stand klein und bescheiden daneben.
„Schau, die Beiden stehen seit Jahren nebeneinander
und es hat noch nie Probleme gegeben.
Noch nie hat der Kleine gesagt „ich fühle mich dir gegenüber unterlegen“.
Warum ist das wohl so?“

Der Krieger sagte: „Weil sie sich nicht vergleichen lassen“
Da erwiderte der Meister: „Also brauchst Du mich nicht zu fragen,
denn Du kennst die Antwort.
„Wenn Du das Vergleichen bleiben lässt, verschwindet alle Unterlegenheit“
fügte der Meister hinzu und lächelte liebevoll.

 

Alles Liebe

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wildes  stiefmütterchen

Achte darauf, dass Du die Fähigkeiten eines anderen Menschen
nicht als grundsätzlich wertvoller einstufst als Deine eigenen.

Viel wichtiger ist es, das was Du kannst,
so gut wie irgend möglich zu tun.

Wenn Du im Bewusstsein lebst,
absolut immer Dein Bestes zu geben,
hast Du allen Grund, stolz auf Dich zu sein!

Robert Betz sagt in einem seiner Vorträge:

„Wenn Du denkst, Klo-Putzen sei minderwertige Arbeit,
dann lass es mal ein paar Wochen bleiben –
dann wirst Du schon erleben,
welch großen Wert diese Tätigkeit hat!“

Natürlich ist es ein Ansporn,
Dich an den Fähigkeiten anderer zu orientieren.

Dich selbst aber nur über andere zu definieren
macht Dich „klein“ und unzufrieden.
Vielfalt wird gebraucht – entsprechend dem Modell „Leben“.

PS. Die Welt macht dem Menschen Platz,
der weiß, wohin er geht.
(R.W. Emerson)

 

 Zum  Thema passt diese kleine Geschichte:

Ein König findet in seinem Park verwelkte Blumen,
und sogar sterbende Bäume und Sträucher.
Eine Eiche sagt, sie sterbe, weil sie nicht so schlank sein könne wie die Tanne.
Und die Tanne beklagt bitterlich die Tatsache,
dass sie keine Trauben tragen könne wie der Rebstock.
Und der Rebstock lässt alle Blätter hängen, weil er nicht blühen kann wie die Rose.

Zwischen all dem „Elend“ fällt dem König eine Pflanze auf,
die herrlich blüht und frisch ist wie immer: Das wilde Stiefmütterchen.

Es strahlt und sagt:

„Für mich ist klar, dass Du ein Stiefmütterchen haben wolltest,
als Du mich pflanztest.
Deshalb dachte ich – da ich ohnehin nichts anderes sein kann,
als das was ich bin – will ich dies wenigstens
nach besten Kräften auch sein.“

Blaues Blümchen

Beim Lesen der Stiefmütterchen-Geschichte sind ein paar
Fragen aufgetaucht zu denen ich Dich gern einlade:

Tagtäglich geht es um mein Leben.
Als wer oder als was bin ich „gedacht“?

Kann es denn sein, dass ich als „Verlierer“ gedacht bin?
Soll ich etwa so was von mir glauben?

Welche Karte – meine ich – habe ich für dieses Leben gezogen?
Mit welcher Vereinbarung bin ich an den „Start“ gegangen?
Warum steht das nicht auf meiner Geburtsurkunde?

Denke ich groß von mir,
oder aus lauter Gewohnheit eher etwas bescheidener?

Was bringt mein Herz zum Singen?

Vielleicht die Vorstellung, das authentischste, strahlende,
zur Freude aller blühende „Stiefmütterchen“ zu sein?

Alles Liebe

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